Vorweg: Auch ich bin Jeff-Beck-Fan und nenne bislang alle Cds mein eigen. Ich war auch immer begeistert von der Bandbreite zwischen ganz leisen Tönen und den krachenden lauten aggressiven Rock-Riffs. Ebenso war ich angetan von den solistischen wie kompositorischen Fähigkeiten – der unglaublichen Tonbildung, die kaum ein anderer Guitarist erreicht hat.
Zugegeben – es sind einige musikalisch interessante Ideen verstreut auf der Scheibe zu finden. Unbestritten: die drei mitsingenden Frauen, Joss Stone, Olivia Safe und Imelda May singen in der Extraklasse. Aber bewegen tut das alles nicht. Das kratzbürstige, abenteuerliche und experimentierfreudige von Jeff Beck suche ich hier vergeblich. Handwerklich ist alles perfekt – bloß eben blutleer. Und dann die Streicher! Geht es noch honigsüßer und verkitschter? Banalste Dur- und Mollakkorde werden belanglos und herz-schmerz-mäßig aneinandergereiht. Und der extrem verhallte aalglatte Sound. Welcher amerikanische Mainstream-Toningenieur saß da an den Reglern??? Wirklich anstrengend für Freunde guter Rockmusik! Selbst das etwas rockige HAMMERHEAD (Track 2) ist streichermäßig und hallmäßig weichgespült. Das hoffnungmachende Guitarrensolo ersäuft im Streichermatsch.
Das Cover bleibt auch ein Rätsel: Was soll der kitschige Raubvogel mit der Strat? Das Bild ist völlig ohne Bezug zur Musik.
Bleibt nur die Erklärung: Jeff Beck hat sein Alterswerk abgeliefert und will nun den Mainstream bedienen und dabei noch mal kräftig verdienen.
Dass er unlängst bei Thomas Gottschalk bei “Wetten Dass..” in einer Stierkampfarena im Ballermann-Mallorca aufgetreten ist passt dazu irgendwie.
Jeff Beck ist zweifelsohne ein Ausnahme-Musiker und einer der bedeutendsten lebenden E-Gitarristen, wenn nicht der bedeutendste. Wer seine stilübergreifende, virtuose und innovative Spielweise noch nicht kennt, dem sei die mit einem Grammy ausgezeichnete Veröffentlichung “Jeff Beck`s Guitar Shop” aus dem Jahr 1989 empfohlen. Hier findet sich mit “Where were you” bereits ein herausragendes Beispiel für die von Beck oft praktizierte Modellierung des Tons, die an eine menschliche Stimme erinnert und – nach seiner Aussage – auch erinnern soll.
Beck`s neustes Werk, “Emotion & Commotion”, enthält insbesondere mit “Over the rainbow” und “Nessun dorma” Belege für seine andauernde Vorliebe für zeitlos schöne Melodien, die er beeindruckend und mit unverwechselbarem Ton zu interpretieren versteht. Am besten gefällt mir allerdings das Stück “Never alone”.
Die Japan-Version der CD weist übrigens zwei Bonus Tracks auf (“Poor boy” featuring Imelda May und das bekannte “Cry me a river”).
Irgendwo sehe ich die CD zwischen 2 und drei Sternen. Ich bin ein ausgesprochener Jeff Beck-Fan, aber ein bißchen mehr Dampf hätte der Platte wirklich gut getan. JB hat sich zu sehr auf seine Soundmagie verlassen. Enttäuscht war ich von seiner Version von “Somewhere over the rainbow”. Zum Vergleich mal Chris Impelleritis Version ( auf der CD “Stand the line”) anhören!
Rausreißen tut die CD nur Joss Stone.Aber JB wird ja weitermachen und uns hoffentlich wieder mit einen Scheibe überraschen.
Das neue Album Jeff Becks lässt einen ratlos zurück. Natürlich ist es schon hohe instrumentelle Kunst, die Mister Beck hier wieder abliefert, doch wer hat die Songauswahl für das neue Album getroffen? Warum ist die CD gerade mal 40min lang? Warum kürzt Trevor Horn das loskrachende Schlusssolo von “Here’s no other me” derart stümperhaft? Warum “Nessun Dorma” und “Somewhere …”? Warum überhaupt der seichte Orchesterkram? Warum das Schielen auf die Hits mit den Gastsängerinnen? Liest man die einschlägige Presse, erhält man den Eindruck, die neue Scheibe sei ihm Schnurz. Und genau den Eindruck macht sie auch. Deshalb zwei Sterne: Den ersten für das Lebenswerk des ansonsten so unverbiegbaren Ausnahmegitarristen und den zweiten für die klasse Alben und Auftritte, die noch kommen werden (z.B. Hamburg, Fabrik, Sonntag, den 7.11.2010).
Vorweg: Auch ich bin Jeff-Beck-Fan und nenne bislang alle Cds mein eigen. Ich war auch immer begeistert von der Bandbreite zwischen ganz leisen Tönen und den krachenden lauten aggressiven Rock-Riffs. Ebenso war ich angetan von den solistischen wie kompositorischen Fähigkeiten – der unglaublichen Tonbildung, die kaum ein anderer Guitarist erreicht hat.
Zugegeben – es sind einige musikalisch interessante Ideen verstreut auf der Scheibe zu finden. Unbestritten: die drei mitsingenden Frauen, Joss Stone, Olivia Safe und Imelda May singen in der Extraklasse. Aber bewegen tut das alles nicht. Das kratzbürstige, abenteuerliche und experimentierfreudige von Jeff Beck suche ich hier vergeblich. Handwerklich ist alles perfekt – bloß eben blutleer. Und dann die Streicher! Geht es noch honigsüßer und verkitschter? Banalste Dur- und Mollakkorde werden belanglos und herz-schmerz-mäßig aneinandergereiht. Und der extrem verhallte aalglatte Sound. Welcher amerikanische Mainstream-Toningenieur saß da an den Reglern??? Wirklich anstrengend für Freunde guter Rockmusik! Selbst das etwas rockige HAMMERHEAD (Track 2) ist streichermäßig und hallmäßig weichgespült. Das hoffnungmachende Guitarrensolo ersäuft im Streichermatsch.
Das Cover bleibt auch ein Rätsel: Was soll der kitschige Raubvogel mit der Strat? Das Bild ist völlig ohne Bezug zur Musik.
Bleibt nur die Erklärung: Jeff Beck hat sein Alterswerk abgeliefert und will nun den Mainstream bedienen und dabei noch mal kräftig verdienen.
Dass er unlängst bei Thomas Gottschalk bei “Wetten Dass..” in einer Stierkampfarena im Ballermann-Mallorca aufgetreten ist passt dazu irgendwie.
Jeff Beck ist zweifelsohne ein Ausnahme-Musiker und einer der bedeutendsten lebenden E-Gitarristen, wenn nicht der bedeutendste. Wer seine stilübergreifende, virtuose und innovative Spielweise noch nicht kennt, dem sei die mit einem Grammy ausgezeichnete Veröffentlichung “Jeff Beck`s Guitar Shop” aus dem Jahr 1989 empfohlen. Hier findet sich mit “Where were you” bereits ein herausragendes Beispiel für die von Beck oft praktizierte Modellierung des Tons, die an eine menschliche Stimme erinnert und – nach seiner Aussage – auch erinnern soll.
Beck`s neustes Werk, “Emotion & Commotion”, enthält insbesondere mit “Over the rainbow” und “Nessun dorma” Belege für seine andauernde Vorliebe für zeitlos schöne Melodien, die er beeindruckend und mit unverwechselbarem Ton zu interpretieren versteht. Am besten gefällt mir allerdings das Stück “Never alone”.
Die Japan-Version der CD weist übrigens zwei Bonus Tracks auf (“Poor boy” featuring Imelda May und das bekannte “Cry me a river”).
Ein Must Have, Leider habe ich bisher kein fehlerfreies Exemplar erhalten, schade, ich versuch es aber nochmal.
Alle Platten haben am Anfang im ersten Stück einen Höhenschlag !!!
Irgendwo sehe ich die CD zwischen 2 und drei Sternen. Ich bin ein ausgesprochener Jeff Beck-Fan, aber ein bißchen mehr Dampf hätte der Platte wirklich gut getan. JB hat sich zu sehr auf seine Soundmagie verlassen. Enttäuscht war ich von seiner Version von “Somewhere over the rainbow”. Zum Vergleich mal Chris Impelleritis Version ( auf der CD “Stand the line”) anhören!
Rausreißen tut die CD nur Joss Stone.Aber JB wird ja weitermachen und uns hoffentlich wieder mit einen Scheibe überraschen.
Das neue Album Jeff Becks lässt einen ratlos zurück. Natürlich ist es schon hohe instrumentelle Kunst, die Mister Beck hier wieder abliefert, doch wer hat die Songauswahl für das neue Album getroffen? Warum ist die CD gerade mal 40min lang? Warum kürzt Trevor Horn das loskrachende Schlusssolo von “Here’s no other me” derart stümperhaft? Warum “Nessun Dorma” und “Somewhere …”? Warum überhaupt der seichte Orchesterkram? Warum das Schielen auf die Hits mit den Gastsängerinnen? Liest man die einschlägige Presse, erhält man den Eindruck, die neue Scheibe sei ihm Schnurz. Und genau den Eindruck macht sie auch. Deshalb zwei Sterne: Den ersten für das Lebenswerk des ansonsten so unverbiegbaren Ausnahmegitarristen und den zweiten für die klasse Alben und Auftritte, die noch kommen werden (z.B. Hamburg, Fabrik, Sonntag, den 7.11.2010).